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> 07.09.2010, Köln
Altes Rathaus Piazzetta,

> 01.10.2010, Dornbirn
Spielboden,

> 15.10.2010, München
Gasteig DigitalAnalog,

> 06.11.2010, München
Goldmarie,

> 08.11.2010, Wien
Chelsea, 22:00 (w/David Lipp Und Die Liebe)

Convertible

Das vierte Album von Convertible ähnelt in dem Sinne dem ersten und erfolgreichsten Convertible Album ('convertible', Universal 2004), dass es mehr oder weniger von hp alleine eingespielt ist und eine Sammlung von ruhigen, melancholischen Songs ist.

Jedoch wurde der Trend, der sich über die Jahre bei allen Convertible Alben fortsetzte weitergeführt, dass die Elektronik immer weiter von akustischen Instrumenten verdrängt wurde.

War es beim Debut noch eine gleichberechtigte Symbiose, als hp damals nach 10 jahren purer Elektronik zum ersten mal wieder seine hp zinker Gitarre zur Hand nahm, so spielte beim follow-up 'frailty of win - strength of  defeat' (Monkey 2006) schon Tom Wu das live-Schlagzeug und mehrten sich die akustischen Gitarren. Bei Convertibl3 (Monkey 2007), das als 'White Album' der Band gilt wurde alles von Hand und ohne Computer eingespielt, mehrstimmig gesungen, Streichersätze arrangiert und abenteuerlustig und dreckig im Sinne der 60s produziert.

Seither besann sich der Grand Monsieur des österreichischen Indierock, der in den 80ern mit seinem Debutalbum 'tod der cd' und später mit der grunge-Legende hp zinker ja als erster österreichischen Indierock in der weiten Welt verbreitete und in den USA stilprägende Indielabels wie Matador und Thrill Jockey startete und sich später in UK bei Roughneck, heute Domino ansiedelte, auf die Ausdrucksstärke und Sogkraft rein akustischer Instrumente.

Der Multi-Intrumentalist, ehemals von der Spex als Gitarrengott aus Österreich bezeichnet, erweiterte sein 6-seitiges Instrumentarium mit Mandolinen, irischen Bouzoukis, einem Violoncello oder Hammondorgeln und entschied sich, auf 'ALH84001' all diese Klangfarben auf den Punkt zu bringen. Er gründete mit sich selbst und seinen Mitmusikern eine Stringband, die keine Seite zu viel anschlagen will. Jeder der 13 ausgetüftelten Folksongs atmet und lebt durch die Stille, die zwischen den Akkorden schwebt und das ganze Album trägt, garniert durch ausgefallene Percussion-Instrumente und unorthodoxe Arrangements.

Und eingebettet in diesen String-Kosmos ist die tiefe, schwere stimme hps, die die tiefen schweren Texte, die wie immer bei Convertible großteils in Zusammenarbeit mit Hannah Mackenna entstanden sind, in einer wahnsinnigen Ruhe vorträgt, wie nur einer singen kann, dessen musikalische Karriere mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

Textvertonungen von Robert Frost oder eine Coverversion von den Smiths (please please please let me get what i want) reihen sich in die hypnotische Sammlung großteils schlichter, kurzer Stücke ein. Ein reifes Album, vielleicht so etwas wie ein Lebenswerk.

Erhältlich als prächtige LP mit Klappcover, Downloads, CD nur als LP-Beilage, und in einer limitierten Kassetten-Auflage, laut hp das beste Soundmedium für diese Musik.