couscous

Das Musikprojekt Couscous ist ein Abfallprodukt, entstanden beim Schlendern durch die Straßenmärkte des Orients. Die Offenbarung passiert im Mechanikersouk: feinsäuberlich vor den Werkstättenverschlägen liegen die Einzelteile ausgeschlachteter Motoren – Autodidakten mit ihrem Firmenkapital.

Schnell war klar, dass es sich hierbei auch um Offenhubers musikalisches Firmenkapital handelt. Er beginnt noch vor Ort, Abfälle und Reste wie Dosen, Plastikflaschen, Stahlfedern u.v.m. zu sammeln und daraus Rhythmusinstrumente zu basteln.

Durch Reiben, Scharren, Dehnen, Abklopfen und Schlagen geben sie ihre Klänge preis, behutsam zum Singen gebracht oder gequält bis zum Übergeben. Das improvisierte Spiel auf diesen Konstrukten bildet das rohe Rhythmusskelett von Couscous, immer wieder ergänzt mit Melodieversuchen auf allerlei traditionellem Instrumentarium.

Trotzdem vergisst Offenhuber, ein Kind der westlichen Konsumgesellschaft, nicht darauf, ordentlich Lärm, Kurzschlüsse und Brutalität walten zu lassen. Mittels billigen Gitarreneffektgeräten, kaputten Mikrophonen und analogsampling wird verfremdet, zerhackt und geloopt- die schmutzige industrielle Revolution in den weißen Zimmern der Laptopmusik.